Yogamatte duschen oder in der Badewanne reinigen: so geht es richtig

Wer keine große Badewanne hat oder einfach keine Lust auf stundenlanges Schrubben auf dem Küchenboden, greift gerne zur naheliegendsten Lösung: Matte in die Dusche, abspülen, fertig. Das funktioniert tatsächlich gut – wenn man ein paar Dinge beachtet.

Denn Dusche und Badewanne sind nicht dasselbe, und je nach Matte und Verschmutzungsgrad gibt es einen klaren Unterschied darin, welche Methode mehr bringt.

Dusche: schnell, praktisch, gut für die Oberflächenreinigung

Die Dusche eignet sich hervorragend für eine gründliche Oberflächenreinigung. Matte auf dem Duschwannenboden ausbreiten, mit lauwarmem Wasser abbrausen, mit einem weichen Tuch oder Mikrofasertuch abwischen, nochmals abspülen.

Das Wasser löst frischen Schmutz und Schweiß schnell, der Abfluss macht die Sache angenehm unkompliziert. Für die regelmäßige Grundreinigung – also nicht nach wochenlangem Aufschub – reicht die Dusche vollkommen aus.

Ein kleiner Nachteil: In einer Standardduschkabine ist der Platz oft knapp. Wer eine lange Matte hat, muss sie möglicherweise in zwei Hälften reinigen oder die Matte leicht auffalten. Das ist kein Problem, solange beide Seiten gleichmäßig erreicht werden.

Badewanne: mehr Platz, besser für hartnäckige Verschmutzungen

Die Badewanne bietet mehr Fläche und erlaubt es, die Matte vollständig flach auszubreiten. Das ist der Vorteil bei stärkerer Verschmutzung oder wenn die Matte eine gründlichere Behandlung braucht.

Matte flach in die Wanne legen, mit lauwarmem Wasser befeuchten, etwas mildes Spülmittel oder einen Sprühstoß Reinigungsspray dazu, gleichmäßig abwischen. Dann gründlich mit klarem Wasser abspülen.

Wichtig: Kein Einweichen. Die Matte sollte nicht in stehendem Wasser liegen. Wasser läuft ab, Matte wird aktiv gereinigt – das ist der Unterschied zu einem Einweichbad, das für die meisten Materialien nicht nötig und für empfindliche Matten sogar schädlich ist.

Wassertemperatur: lauwarmes Wasser reicht

Heißes Wasser reinigt nicht besser als lauwarmes. Es belastet aber das Material stärker – besonders bei Naturkautschuk und TPE. Lauwarmes Wasser löst Schweiß und Schmutz genauso effektiv und ist für alle Mattentypen unbedenklich.

Kaltes Wasser ist ebenfalls möglich, löst Fett aber etwas schlechter. Im Sommer ist das kaum ein Thema – im Winter greift man lieber zu lauwarm.

Beide Seiten reinigen

Ein Detail, das beim Duschen oder Wannenreinigen gerne vergessen wird: die Unterseite. Die Kontaktfläche mit dem Boden sammelt Staub, Hautschuppen und Schmutz, der sich beim nächsten Training wieder auf der Matte verteilt. Beide Seiten reinigen macht den Unterschied zwischen einer wirklich sauberen und einer nur oberflächlich gereinigten Matte.

Nach der Reinigung: richtig entwässern

Nach dem Abspülen die Matte vorsichtig aufrollen und sanft ausdrücken – nicht wringen. Das entfernt einen Großteil des überschüssigen Wassers, ohne das Material zu belasten. Dann wieder ausrollen und zum Trocknen aufhängen oder flach ablegen.

Nicht auf die Heizung legen, nicht in die Sonne stellen. Luft und Zeit sind die besten Trocknungsmittel. Erst wenn die Matte vollständig trocken ist – innen wie außen – einrollen.